Egal zu welcher Jahreszeit - Es ist immer ein gutes Gefühl, eine nachhaltige und ökonomische Heizung zu haben, die bei jeder Witterung genau das macht, was man von ihr verlangt. Ohne viel Aufwand. Und im Idealfall auch noch möglichst umweltschonend und vielleicht sogar CO2-neutral. Was kommt da in Frage? Zeit, sich mit dem Thema Biomasse auseinanderzusetzen. Gerade dann, wenn es um die Landwirtschaft geht.

Biomasse – Wie geht’s?

Unter Biomasse versteht man in der Regel das Heizen mit Holz, Hackgut oder sogenannten Pellets. Das sind stäbchenförmige Zäpfchen mit Durchmessern von weniger als 25 Millimetern, die vollständig oder überwiegend aus Holz oder Sägespänen hergestellt werden. Biomasseheizungen sind Heizsysteme, die genauso vollautomatisch funktionieren wie Öl- oder Gasheizungen.

Der Brennstoff wird von einem angeschlossenen Lagerraum automatisch und bedarfsgerecht zum Heizkessel befördert, wo er sauber und CO2-neutral verbrennt und für wohlige Wärme sorgt. Und natürlich ist auch die Anbindung von Solaranlagen oder anderen Heizungskomponenten möglich.

Vorteil für die Landwirtschaft

Mit dem Rohstoff Holz gelingt es, die Abhängigkeit von den fossilen Energiepreisen zu verlieren. Gerade als Landwirt ist es möglich, das Holz für die Biomasseheizung nicht kaufen zu müssen. Denn im Idealfall wächst der Brennstoff im eigenen Wald und ist somit kostenlos. Auch die Sorge um eine zu starke Abholzung ist unbegründet. In der Regel werden in Österreich mehr Bäume aufgeforstet als abgeholzt.

Unser Waldbestand ist also nicht in Gefahr, der regional nachwachsende Rohstoff steht in ausreichender Menge zur Verfügung. Stichwort Regionalität. Holz muss nicht von weit her geholt werden, sondern wächst vor der Haustür. Das spart Transportwege, Kosten und logistischen Aufwand. Und gut für die Umwelt ist es auch, regionale Brennstoffe zu verwenden.

Gut für die Umwelt

Während des Wachstumsprozesses nehmen Bäume so viel Kohlendioxid aus der Luft auf, wie bei der Verbrennung ihres Holzes wieder an die Umwelt abgegeben wird. Wenn Holz aber nicht zum Heizen genutzt wird, sondern im Wald verrottet, entsteht auch Kohlendioxid. Und zwar genauso viel wie bei der Verbrennung. Das heißt, wer mit Biomasse heizt, heizt CO2-neutral und daher umweltfreundlich. Hinzu kommen die geringen Transportwege, die dabei helfen, hunderttausende LKW-Kilometer jährlich einzusparen.

Gefördert wird's auch!

Last but not least gesellt sich auch die Landesförderung bei der Errichtung einer Biomasseheizung zu den Vorteilen hinzu. Je nach Bundesland beträgt die Förderung zwischen 20 bis zu 50 Prozent der Investitionssumme. Wenn schon die oben genannten Punkte nicht Anreiz genug sind – spätestens dieser Punkt überzeugt.