Ein Leben ohne Energie? Undenkbar, gerade in den Industrienationen dieser Erde. Unser Lebensstil und unser Konsumverhalten sind energieintensiv und damit nicht zuletzt auch problematisch für das weltweite Klima. Denn nach wie vor machen fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Erdöl das größte Stück des weltweit verwendeten „Energiekuchens“ aus.

Obwohl die vor Millionen von Jahren entstandenen Kohle-, Öl- und Gasvorkommen bereits einen Löwenanteil an der Industrialisierung und Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft ausgemacht haben, haben sie zwei große Nachteile: Zum einen sind die fossilen Brennstoffe große CO2-Verursacher und daher klimaschädlich, und zum anderen sind die fossilen Energiequellen endlich.

Die weltweiten Vorkommen an Kohle, Erdgas und Erdöl werden – je nach Verbrauch – eher in naher als in ferner Zukunft erschöpft sein. Um sich genau aus diesem Dilemma zu befreien, rückten erneuerbare Energiequellen in den letzten Jahrzehnten verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Hoffnungsträger „Grüne Energie"

Ob Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Erdwärme oder Solarenergie, das Spektrum an erneuerbaren Energien ist groß – ebenso wie ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Dementsprechend wichtig ist auch der Stellenwert, den erneuerbare Energie in den diversen nationalen, europäischen aber auch internationalen Klima- und Energieplänen der unmittelbar nächsten Jahre aber auch Jahrzehnte einnimmt.

Die Hoffnung, dass der massive Energieverbrauch mit beträchtlichen Investitionen in Windkraft, Solarenergie und Co. gedeckt werden kann, ist durch eine Vielzahl an politischen und wissenschaftlichen Studien belegt. Ebenso wie im Übrigen auch die nachgewiesenen positiven Effekte auf das Klima. Die „Grüne Energie" ist also auf dem Vormarsch – und das nicht nur wegen der höheren Energieeffizienz.

Nachhaltige Erneuerung

Ein nachhaltiger Lebensstil umfasst viele Bereiche, etwa das Konsumverhalten oder auch den Umgang mit Energie.

Neben bewusstem Energieverbrauch kommt auch die Art der Energiequellen zum Tragen. Allein von Definitions wegen sind erneuerbare Energien nachhaltig, indem sie nachwachsen oder sich eben „erneuern“. Ganz im Gegensatz zu fossilen Energieträgern oder Atomenergie.

Abgesehen von Ungewissheiten rund um die Sicherheit von Atomreaktoren, ist vor allem die Frage der Endlagerung nach wie vor nur wenig zufriedenstellend beantwortet. All diese Dilemmata, Unsicherheiten oder auch Gefahren kennt die Solarenergie nicht – auch wenn die Sonne per se für uns Menschen bei übermäßigem Genuss ungesund sein kann. Doch in diesem Fall können wir uns die „Urgewalt“ und die ununterbrochene Kraft der Sonne zu eigen und zunutze machen.

Power aus der Sonne

Sonne ist endlos verfügbar. Schon deswegen nimmt die Solarenergie eine Schlüsselrolle im erneuerbaren Energiepool ein. Außerdem eröffnen sich durch die Nutzung von Sonnenergie große Kostensenkungsmöglichkeiten. Gerade in Regionen mit vielen täglichen Sonnenstunden ist das Potenzial der Kraft des großen gelben Himmelskörpers enorm. Zusätzlich ist Solarenergie in vielen Ländern deutlich günstiger zu produzieren als Kohle- oder Atomstrom.

Auch hierzulande werden Photovoltaik-Anlagen immer beliebter. Nicht zuletzt deswegen, weil mit neuesten Speicheranlagen und intelligenten Speichermanagements Solarenergie noch sinnvoller genutzt werden kann. In der Gesamtbetrachtung überwiegen die Vorteile bei erneuerbaren Energien – auch wenn es darum geht, verschiedene vorhandene Energieressourcen zu mixen.

Gefragt ist weiterhin neben der Entwicklung neuer und  innovativer Technologien auch der notwendige politische Wille, um gezielt erneuerbare Energien zu fördern. Schließlich geht es darum, dass auch den nächsten Generationen immer wieder ein Licht aufgehen kann.