Ihr Unternehmen ist noch recht jung – wann haben Sie denn angefangen?

EVO-tech ist heuer fünf Jahre alt geworden. Inzwischen ist unser Mitarbeiterstab auf 15 Personen gewachsen. Wir sind ein Hersteller von Fertigungssystemen für technische Kunststoffe. Aber wir bauen nicht nur Maschinen, sondern begleiten unsere KundInnen auch bei der internen Technologieeinführung.

Sind Sie gleich zu Beginn in den Markt eingetreten?

Nein. Die ersten zweieinhalb Jahre waren wir noch mit Entwicklungsarbeit beschäftigt. Danach haben wir begonnen, unsere Maschinen zu verkaufen – gerade in Österreich mit schnellem und großem Erfolg. Im letzten Halbjahr haben wir zudem begonnen, nach Deutschland zu expandieren. Auch das Auslandsgeschäft ist bisher sehr gut angelaufen. Bereits im letzten Jahr kamen wir auf eine Exportquote von über 50 Prozent.

In Ihrem Geschäftsfeld herrscht derzeit international ein hoher Wettbewerbsdruck. Wie haben Sie es als eher kleineres regionales Unternehmen geschafft, sich so schnell zu etablieren?

Der große Vorteil der 3D-Fertigung im Allgemeinen ist, dass man ohne Werkzeugkosten und großen Programmier- und Rüstungsaufwand Teile fertigen kann.

Die Konkurrenz ist in der Tat sehr groß. Wir liefern nicht bloß eine Maschine, sondern eine Technologie, die für die meisten noch sehr neu ist. Unsere Anwendungstechniker beraten unsere KundInnen bei der Implementierung und helfen ihnen bei den ersten Schritten. Wer uns vertraut, lernt sehr schnell den Umgang mit dieser Technologie. So einen Know-how-Transfer gibt es bei Händlern und Lieferanten aus dem Ausland nicht.  

Ihr Flaggschiff ist der 3D-Drucker „EVO-lizer“. Was zeichnet dieses Gerät aus?

Der große Vorteil der 3D-Fertigung im Allgemeinen ist, dass man ohne Werkzeugkosten und großen Programmier- und Rüstaufwand Teile fertigen kann. Der EVO-lizer kann eine große Anzahl von technischen Kunststoffen verarbeiten und hat einen geschlossenen beheizten Bauraum, wodurch serientaugliche Bauteile möglich sind.

Bei isoliert arbeitenden Maschinen wird es beim 3D-Druck in Zukunft – Stichwort Industrie 4.0 – wohl aber wohl nicht bleiben?

Wir werden größere Maschinen sehen, die noch mehr Materialien verarbeiten können, die dann aber auch keine Insellösungen mehr sind. Stattdessen werden sie immer mehr vernetzt, sodass sie bald mit allen Softwarelösungen im Unternehmen verbunden sind. Auch die Automatisierung wird weiter voranschreiten:

In Zukunft werden die Maschinen vollautomatisch programmiert und beladen, wodurch die Rüstkosten weiter gesenkt werden. Darüber hinaus werden wir auch immer mehr individuelle Lösungen sehen, die durch spezielle Kombinationen von Maschinen und Materialien einzelne spezifische Branchenprobleme lösen werden.