Unter der Leitung von Prof. Kastner werden unter anderem die Heim und Gebäudeautomation erforscht und ihre einzelnen Subsysteme vernetzt. Am Institut kennt man alle Vor- und Nachteile existierender Netzwerktechnologien, die bestimmte „Gewerke“ (Teilbereiche), wie Heizungs- und Klimatechnik, Beleuchtung/ Verschattung, Sicherheitstechnik etc. steuern. Diese werden zusammengefasst und zentral kontrolliert. Prof. Kastner: „Die Informatik kann zu diesem höchst interdisziplinären Feld entscheidende Beiträge liefern“.

Doch auch Gebäude übergreifend wird vernetzt, etwa durch das „Smart Web Grid“ – , dessen Teil auch die „Smart Meters“ – , intelligente Stromzähler, sind. Dies ermöglicht die Einbindung dezentraler, alternativer Energieerzeuger, wie z.B. Solarzellen. Auch die Lastverschiebung von Verbrauchern in Zeiten mit günstigeren Strompreisen, sowie das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen werden ermöglicht. Der Verbraucher hat die Möglichkeit die Daten per Funk auf seinen PC zu holen.

 

Kontrolle des Datenflusses 

Da durch diese Datenvielfalt praktisch ein „gläserner Haushalt“ entsteht, sind Datensicherheit und die Kontrolle über den Datenfluss von größter Bedeutung. „Bei uns am Institut ist Security von Anfang an ein wesentlicher Aspekt“, sagt Dipl.-Ing. Markus Jung, ein junger Forscher des Instituts, der hier an seiner Dissertation arbeitet.

Denn die Vernetzung geht über den Haushalt und das Smart Grid hinaus bis hin zur Smart City, in der praktisch alles vernetzt ist. Im „Internet of Things“ bekommt jedes Endgerät eine virtuelle Repräsentation und wird über das Internet ansprechbar sein. Kastner: „Zur Zeit kämpft diese Seite der Technik unter anderem damit, dass der Adressbereich sehr begrenzt ist.“ Markus Jung erzählt, wie er von zuhause wegging ohne das Bügeleisen vom Netz zu nehmen: Mit dem Internet of Things hätte er es aus der Ferne abdrehen können.