Das gab es so bisher noch nicht: Dem Start-up Cubicure ist ein Durchbruch auf dem Gebiet des Kunststoff-3D-Drucks gelungen. Hot Lithography heißt das von Cubicure entwickelte Verfahren, das erstmals die additive Verarbeitung technisch relevanter Kunststoffe in höchster Präzision ermöglicht. Ein eigens entwickelter Beheizungs- und Beschichtungsmechanismus kann höchstviskose Harze und Pasten bei Temperaturen von bis zu 120 Grad Celsius hochaufgelöst verarbeiten.

„Der große Unterschied zu den bisherigen additiven Technologien ist, dass erstmals Form und Material in höchster Qualität kombiniert werden. Wir ermöglichen hohe Präzision und Oberflächenqualität plus sehr gute thermomechanische Materialeigenschaften“, erklärt Dr. Markus Pfaffinger, der bei Cubicure den Bereich Business Development verantwortet.

Dabei wird auf die Stereolithographie als Basis zurückgegriffen. Von Cubicure maßgeblich verbesserte Materialien sorgen dafür, dass die 3D-gedruckten, hochpräzisen Bauteile mechanisch und thermisch hochbelastbar sind. Die Cubicure-Polymere versprechen hohe Bruchzähigkeit und Temperaturbeständigkeit.

Sie sind speziell für die Verarbeitung mittels Hot-Lithography-Technologie entwickelt und optimiert. Mit Evolution und Precision bietet Cubicure derzeit zwei Materialien für die additive Fertigung von Bauteilen für industrielle Anwendungen an, wobei das Materialportfolio fortlaufend erweitert wird.

Das Start-up hat auch eine eigene 3D-Druckanlage entwickelt. Das Gerät Caligma 200 ist enorm materialsparend, da das Rohmaterial in sehr dünnen Schichten auf einen Materialträger aufgetragen wird. Darüber hinaus können schnell und einfach Materialwechsel durchgeführt werden.