Kaum eine Maschine ohne Elektronik und Steuerungstechnik, Precision Farming, ja selbst die ersten Prototypen von Feldrobotern wurden bereits vorgestellt. Elektronik und Automatisierung haben eine massive Effizienzsteigerung gebracht, ein Arbeiten ohne Internet wäre auch in der Landwirtschaft kaum mehr vorstellbar. Findet hier eine neue Revolution statt?

Präzise Steuerung mittels Sensoren

Es ist tatsächlich beachtlich, was die moderne Landtechnik aufzubieten hat. Ein Spurführungssystem mit RTK-GPS erreicht Genauigkeiten im Zentimeterbereich. Mit der Hilfe von Sensortechnik und Applikationskarten werden präzise Düngung und Pflanzenschutz möglich.

Neue Sensortechnik am Boden oder auch vom Satelliten aus erlauben die Entwicklung von Pflanzenwachstumsmodellen und damit eine zielgerichtete Pflanzenernährung. Lediglich per App am Smartphone ist es möglich, die durchgeführten Arbeiten automatisch zu dokumentieren. In der Tierhaltung spielt die Sensortechnik eine wesentliche Rolle zur Früherkennung von Krankheiten.

Die Frage der Umsetzung

Während die technische Entwicklung in Riesenschritten vorwärts geht, sieht die landwirtschaftliche Praxis jedoch manchmal anders aus. Die Markteinführung neuer Technologien ist oftmals mit Problemen verknüpft. Inkompatibilitäten, umständliche Bedienung und Insellösungen erzeugen manchmal mehr Frust als Lust. Die vielen erzeugten Daten bleiben ungenutzt liegen, weil Analysewerkzeuge und Möglichkeiten zur Vernetzung fehlen. Von der revolutionären Landwirtschaft 4.0 sind wir noch ein Stück entfernt.

Es ist allerdings unbestritten, dass die Digitalisierung große Vorteile hat. Effiziente Nutzung der Betriebsdaten spart nicht nur Arbeitszeit, sondern hilft auch die betrieblichen Abläufe zu optimieren. Eine gute Dokumentation erleichtert die Vergleichbarkeit und hilft, Mängel aufzuzeigen. Wenngleich noch viele Herausforderungen bestehen, so öffnen sich große Chancen, die es zu ergreifen gilt!